Ordnungspolitik · 09. November 2025
Zedaka ist nicht nur ein Prinzip der Wohltätigkeit, sondern ein Ordnungsprinzip, das moralische Pflicht, soziale Verantwortung und wirtschaftliche Stabilität verbindet. Die Studie zeigt, wie aus einem religiösen Gebot ein historisch belastbares System wurde, das die jüdischen Gemeinden stärkte, Handelsnetze trug und bis in die Moderne wirksame Strukturen von Kredit, Bildung und sozialer Resilienz hervorbrachte.
Ordnungspolitik · 06. November 2025
Wirtschaftspolitik misst, bevor sie handelt. Indizes wie der Verbraucherpreisindex oder der Einkaufsmanagerindex bilden das Nervensystem der Weltwirtschaft. Wer sie versteht, erkennt nicht nur, wie Staaten, Märkte und Notenbanken aufeinander reagieren, sondern auch warum die Sprache der Ökonomie immer eine Sprache der Signale ist.
Ordnungspolitik · 15. Oktober 2025
Der Wirtschaftsnobelpreis 2025 würdigt jene Ordnung, in der Wissen sich erneuert, ohne seine Grundlage zu verlieren. Joel Mokyr, Philippe Aghion und Peter Howitt zeigen, dass wirtschaftliche Entwicklungen nicht aus Kapital entstehen, sondern aus der Organisation des Geistes. Innovation wird hier zur Form nachhaltiger Erneuerung – ein Prozess, in dem Denken, Arbeit und Verantwortung zu einer Einheit finden.
Ordnungspolitik · 20. Dezember 2024
Man hört es in politischen Debatten, in Leitartikeln und aus Ministerien: Nicht der Unternehmer sei Triebfeder des Fortschritts, sondern der Staat. Das iPhone? Vom Staat erfunden. Das Internet? Ein Geschenk der Regierung. Der Touchscreen? Eine staatliche Meisterleistung. Man hat den Eindruck, der unternehmerische Erfolg sei eine Art Versehen – und die wahre Innovationskraft ruhe in Ausschüssen, Förderrichtlinien und Strategiepapieren. Das ist nicht neu. Es gehört zum Werkzeugkasten jener, die...
Ordnungspolitik · 28. Juni 2024
Wirtschaftliche Ordnung ist keine Nebensache der Politik, sondern ihre Voraussetzung.
Wo moralische Gesten ökonomische Logik verdrängen, verliert Politik ihre Richtung.
Diese Reihe fragte, wie Leistung, Eigentum und Verantwortung unter Bedingungen wachsender Unsicherheit bewahrt werden können – und warum Wohlstand ohne Haftung keine Zukunft hat.
Ordnungspolitik · 27. Juni 2024
Zukunft entsteht nicht durch Absicht, sondern durch Investition.
Wo Politik über Ziele spricht, ohne Mittel zu benennen, verliert sie ihre ökonomische Glaubwürdigkeit.
Dieser Beitrag erinnert daran, dass Kapital nur dorthin fließt, wo Bedingungen stimmen – und dass jedes Ideal, das sich nicht rechnet, am Ende zur Phrase wird.
Ordnungspolitik · 26. Juni 2024
Vertrauen ist das unsichtbare Kapital jeder Volkswirtschaft.
Es entsteht nicht aus Absichtserklärungen, sondern aus der Verlässlichkeit von Regeln. Wo Gesetze schwanken und Institutionen taktisch handeln, zieht sich das Kapital zurück. Dieser Beitrag zeigt, warum Vertrauen die erste Investition jeder funktionierenden Ordnung ist.
Ordnungspolitik · 25. Juni 2024
In der öffentlichen Debatte ist das Wort „Subvention“ selten geworden. Man spricht lieber von „Förderung“, „Stabilisierung“, „Investitionsanreizen“ oder – besonders beliebt – „Zukunftspaketen“. Gemeint ist immer dasselbe: Geld vom Staat für etwas, das sich am Markt nicht oder noch nicht trägt. Die Idee dahinter: Der Staat hilft beim Anschieben, der Markt übernimmt später. Alle gewinnen. Klingt gut. Ist aber nur selten wahr.
Ordnungspolitik · 25. Juni 2024
Man hat sich daran gewöhnt. Schulden gehören heute zur politischen Normalität wie der Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ zu jeder Ausschusssitzung. Sie heißen inzwischen „Sondervermögen“, „Zukunftsfonds“ oder „transformative Impulse“. Man gibt sie nicht aus, man „mobilisiert Mittel“. Und wer auf Einhaltung der Schuldenbremse pocht, gilt bestenfalls als gestrig, schlimmstenfalls als zukunftsfeindlich.
Ordnungspolitik · 24. Juni 2024
Man kann vieles versprechen – Versorgung, Teilhabe, Sicherheit, Wandel, Gerechtigkeit. Und es wird auch vieles versprochen. Programme werden aufgelegt, Ziele formuliert, Strategien präsentiert. Die öffentliche Rede kennt kaum Grenzen. Allein: Der Haushalt schon.
Denn am Ende stellt sich die eine Frage, die über jedes politische Projekt entscheidet – nicht sofort, aber unausweichlich: Lässt es sich rechnen? Das heißt nicht nur: Ist es finanzierbar? Sondern auch: Trägt es sich selbst?