Hebelprodukte und Optionsscheine verlangen ein präzises Verständnis ihrer grundlegenden Begriffe, ihrer spezifischen Funktionsmechanik und ihrer jeweils produktimmanenten Risiken. Wer in diesem Feld sicher handeln will, muss die Wirkung des eingesetzten Hebels, die zeitliche Erosion des verbleibenden Zeitwerts, die Bedeutung der impliziten Volatilität, die Struktur definierter Barrieren sowie das spezifische Risiko des jeweiligen Emittenten einordnen, um unter der Bedingung von fortbestehender Unsicherheit konsistente Entscheidungen zu treffen.
Der Trainer führt die Produktlogik von Optionsscheinen, von Knock-Out-Zertifikaten und von verwandten strukturierten Instrumenten mit der konkreten Praxis der Auswahl, der Bewertung und der Entscheidung in einer systematisch geführten Übungsform zusammen.
Im Mittelpunkt steht, wie eine tragfähige Begründung entwickelt wird, wie diese Begründung die Eignung eines bestimmten Produkts innerhalb einer konkreten Marktlage erschließt und wie sie ein belastbares Urteil im Entscheidungsprozess ermöglicht.
Zentrale Begriffe in ihrer funktionalen Ordnung
Aktienanleihe: Kuponprodukt mit Aktienlieferungsrisiko.
Basiswert: Zugrunde liegendes Finanzinstrument.
Basket-Zertifikat: Produkt auf mehrere Basiswerte.
Call: Recht zu kaufen.
Derivat: Abgeleitetes Finanzinstrument.
Discount-Zertifikat: Preisabschlag mit Begrenzung.
Express-Zertifikat: Vorzeitige Rückzahlung möglich.
Hebel: Verstärkung der Preisbewegung.
Hebelprodukt: Überproportionale Marktreaktion.
Knock-Out-Zertifikat: Produkt mit kritischer Schwelle.
Mini-Future: Hebelprodukt mit Schwellenlogik.
Optionsschein: Verbrieftes Optionsrecht.
Outperformance-Zertifikat: Überproportionale Teilnahme.
Put: Recht zu verkaufen.
Reverse Convertible: Kupon gegen Risiko.
Turbo: Hebelprodukt mit KO-Mechanik.
Turbo-Long: Hebel auf steigende Kurse.
Zertifikat: Strukturprodukt.
at the money: Kurs nahe Strike.
Bezugsverhältnis: Skalierung.
Cap: Gewinnbegrenzung.
Delta: Preisreaktion.
Finanzierungslevel: Referenzgröße.
Gamma: Veränderung des Delta.
Implizite Volatilität: Eingepreiste Schwankung.
Innerer Wert: Substanzwert.
Kassakurs: Marktpreis.
Moneyness: Lage zum Strike.
Restlaufzeit: Zeit bis Verfall.
Rho: Zinssensitivität.
Sensitivitäten: Gesamtheit der Kennzahlen.
Spot: Kassakurs.
Strike: Ausübungspreis.
Theta: Zeitwirkung.
Vega: Volatilitätswirkung.
Volatilität: Schwankungsmaß.
Zeitwert: Preisanteil.
Zeitwertverfall: Verlust im Zeitablauf.
Bonusstruktur: Zusatzrendite bei Bedingungen.
Emittent: Herausgeber.
Emittentenrating: Bonität.
Emittentenrisiko: Ausfallrisiko.
Fehlertoleranz: Überlebensfähigkeit.
Fremdwährungsbezug: Währungsdimension.
Gap-Risiko: Kurslücke.
Knock-Out: Strukturbruch.
Knock-Out-Ereignis: Auslösung der Schwelle.
Knock-Out-Schwelle: kritische Grenze.
Kupon: Ertragskomponente.
Memory: Nachholmechanismus.
Open-End-Produkt: ohne Laufzeitende.
Quanto: Währungsabsicherung.
Restschaden: verbleibender Schaden.
Strukturrisiko: Produktlogikrisiko.
Währungsrisiko: Wechselkursrisiko.
Ausführung: tatsächlicher Handel.
Ausführungsrisiko: operative Entwertung.
Briefkurs: Kaufpreis.
Geldkurs: Verkaufspreis.
Limit-Order: Preisbegrenzung.
Liquidität: Handelbarkeit.
Market-Order: Ausführung zum Marktpreis.
Orderart: Form der Order.
Positionsgröße: Umfang.
Quotierung: Preisstellung.
Slippage: Preisabweichung.
Spread: Differenz.
Timing: Zeitpunkt.
Covered Call: Call-Verkauf gegen Bestand.
Delta-Hedging: Risikoreduktion.
Iron Condor: Seitwärtsstrategie.
Long-Option: gekaufte Option.
Long Straddle: Bewegungserwartung.
Prämie: Optionspreis.
Prämienstrategie: Einnahmestrategie.
Short Call: Verkauf eines Calls.
Short Strangle: Seitwärtsstrategie.
Volatilitätswette: Fokus auf Schwankung.
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