Operative Kunst

Operative Kunst · 03. Januar 2026
Nicolás Maduros Festsetzung
Der nächtliche Zugriff auf Nicolás Maduro beruhte auf einer klar strukturierten operativen Planung. Vorbereitung, wetterabhängiger Zeitkorridor, Tiefflugprofil, Geländeübergang und ein abgestufter Joint-Force-Ansatz bestimmten Ablauf und Sequenz. Der Beitrag rekonstruiert den Einsatz entlang der operativ-technischen Rahmenbedingungen von Planung, Zugriff und Exfiltration.
Operative Kunst · 12. November 2025
Die Auftragstaktik
Auftragstaktik ist Führen durch Absicht. Der Vorgesetzte benennt Zweck, Ziel, Schwerpunkt und Grenze des Auftrags. Der Unterführer entscheidet, sobald die Lage ein eigenes Urteil verlangt. Von Friedrich II. über Scharnhorst und Moltke bis zum Drohnenkrieg zeigt sich: Jede zentrale Regelung unter Druck kostet Zeit, jede Freiheit ohne Bindung kostet Ordnung. Das Wesen der Auftragstaktik wird sichtbar, wenn die Lage den ursprünglichen Befehl überholt.
Operative Kunst · 30. April 2025
Helmuth von Moltke - Truppenführung
Am 24. Juni 1869 fasste Moltke die Führung größerer Verbände zu einer knappen Lehre des Entschlusses zusammen. Der einfache Gedanke soll die Operation leiten, weil er Zweck, Kräfte, Bewegung und Entscheidung auf einen Punkt konzentriert. Gerade im Zeitalter des Drohnenkriegs gewinnt dieser Maßstab erneut an Schärfe: Wer führen will, muss den Auftrag verstehen, die Lage beurteilen und aus der getrennten Bewegung heraus eine vereinigte Wirkung schaffen.
Operative Kunst · 10. April 2025
Mollwitz 1741 - Das Pelotonfeuer
10. April 1741, Mollwitz in Schlesien: Friedrich II. erlebt seine erste Schlacht und flieht, überzeugt, dass alles verloren ist. Was er zurücklässt, wird Europa erschüttern. Ohne Kavallerie und ohne König hält die preußische Infanterie stand und zerschlägt die gefürchtete österreichische Reiterei. Ein Tag, der Preußen zur Großmacht werden lässt und einen jungen Herrscher zum Feldherrn formt.
Operative Kunst · 01. März 2025
Winter 1678/79: Das Gesetz des Handelns
Im Winter des Jahres 1678 liegt Ostpreußen unter schwedischer Besatzung. Die Schweden rechnen mit Quartieren, Ruhe und Zeitgewinn. In Berlin jedoch entscheidet Kurfürst Friedrich Wilhelm anders. Er lässt Schlitten bereitstellen, lässt die Wege prüfen und setzt rund fünfzehntausend Mann in Bewegung. In achtzehn Tagen legt das Heer fast fünfhundert Kilometer zurück. Der Winter verändert den Verlauf des Feldzuges.